
Unpersönliches Passiv

Unpersönliches Passiv
- Was ist das unpersönliche Passiv?
Das unpersönliche Passiv ist eine besondere Form des Vorgangspassivs im Deutschen. Normalerweise wird das Akkusativobjekt des Aktivsatzes zum Subjekt im Passivsatz:
Ich lese das Buch. > Das Buch wird gelesen.
Es gibt jedoch auch Sätze wie: Ich schlafe. Ich singe und tanze.
Hier haben wir kein Akkusativobjekt, das im Passivsatz zum Subjekt werden kann. Mit dem unpersönlichen Passiv ist es aber trotzdem möglich, in diesen Fällen Passivsätze zu bilden:
Ich schlafe. > Es wird geschlafen.
Ich singe und tanze. > Es wird gesungen und getanzt.
- Was muss ich beim unpersönlichen Passiv beachten?
- Kein Akkusativobjekt: Wenn ein Verb kein direktes Objekt im Akkusativ hat, können wir das unpersönliche Passiv verwenden: Ich lache. > Es wird gelacht.
- Dativobjekt bleibt Dativobjekt: Ein Dativobjekt bleibt auch im Passiv immer ein Dativobjekt. Nur ein Akkusativobjekt kann zum grammatikalischen Subjekt im Passiv werden:
Wir helfen den Kindern. > Es wird den Kindern geholfen.
Verwendung von “es”: Da wir kein Akkusativobjekt haben, verwenden wir beim unpersönlichen Passiv stattdessen das Pronomen „es“.
Statt „es“ können wir auch eine adverbiale Angabe benutzen. Das kann z.B. Wann, Wie, Wo oder Warum sein:
Warum wird gesungen? Wie wird getanzt?
Das Pronomen “es” oder „Wann, Wie, Wo, Warum…“ müssen dabei an erster Stelle im Satz stehen!
- Manchmal kann das unpersönliche Passiv anstelle des Imperativs stehen:
„Mama, ich möchte Computer spielen! – Nein! Es wird gelernt!“
- weitere Beispiele:
Es wird viel geredet, aber wenig gehandelt.
Es wurde gestern ein Feuerwerk veranstaltet.
Es wird in diesem Jahr kein Oktoberfest geben.
Es wird oft gesagt, dass Geld nicht glücklich macht.
Es wurde ein neues Gesetz verabschiedet.
Es wird viel Wert auf Bildung gelegt.
Es wurde ein Fehler gemacht.
Es wird an einer Lösung gearbeitet.
Es wird viel gelacht.
Es wird nichts mehr geändert.
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